Rechtliches

Nahrungsergänzungsmittel sind Lebensmittel

Rechtlich gesehen zählen Nahrungsergänzungsmittel zu den Lebensmitteln. Die Nahrungsergänzungsmittelverordnung (NemV) definiert Nahrungsergänzungsmittel als “ein Lebensmittel, das 1. dazu bestimmt ist, die allgemeine Ernährung zu ergänzen, 2. ein Konzentrat von Nährstoffen oder sonstigen Stoffen mit ernährungsspezifischer oder physiologischer Wirkung allein oder in Zusammensetzung darstellt und

3. in dosierter Form, insbesondere in Form von Kapseln, Pastillen, Tabletten, Pillen und anderen ähnlichen Darreichungsformen, Pulverbeuteln, Flüssigampullen, Flaschen mit Tropfeinsätzen und ähnlichen Darreichungsformen von Flüssigkeiten und Pulvern zur Aufnahme in abgemessenen kleinen Mengen, in den Verkehr gebracht wird.”

Gesundheitsaussagen zu Lebensmitteln sind generell verboten

Die Herstellung, der Verkauf und die Bewerbung von Lebensmitteln sind gesetzlich geregelt. Strikte Vorgaben gelten dabei insbesondere für die Werbung mit gesundheitsfördernden Eigenschaften. Seit 2007 regelt die europäische europäische Health-Claims-Verordnung (EG Nr. 1924/2006) die Verwendung von nährwert- und gesundheitsbezogenen Angaben zu Lebensmitteln. 
 

Health Claims sind Aussagen, die einen Zusammenhang zwischen einem Lebensmittel oder einem seiner Bestandteile und der Gesundheit herstellen, zum Beispiel „Vitamin C unterstützt den Zellschutz“ oder “Calcium ist gut für die Knochen“. 

Vor Inkrafttreten der Health-Claims-Verordnung waren solche Aussagen prinzipiell erlaubt – vorausgesetzt, sie waren wissenschaftlich belegt und nicht irreführend. Die EU-Verordnung hat dieses Prinzip umgekehrt. Nun gilt ein Verbot mit Erlaubnisvorbehalt. Das heißt, es dürfen nur solche Gesundheitsaussagen verwendet werden, die von der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) geprüft und von der EU-Kommission ausdrücklich genehmigt sind.

Nur wenige Gesundheitsaussagen sind erlaubt

Im Jahr 2012 hat die EU-Kommission eine erste Positivliste zulässiger Health Claims veröffentlicht. Diese Liste führt auf, welche Gesundheitsaussagen unter welchen Bedingungen für welche Lebensmittel(-bestandteile) verwendet werden dürfen. Reglementiert ist auch der Wortlaut. So dürfen Hersteller beispielsweise nicht schreiben "Vitamin C schützt vor Erkältungen", sondern lediglich "Vitamin C trägt zu einer normalen Funktion des Immunsystems bei".

Von insgesamt über 44.000 beantragten Health Claims haben es bisher gerade einmal rund 250 auf die Positivliste geschafft (Stand 2017). Die Prüfung sämtlicher eingereichter Health Claims wird noch Jahre andauern.

 

Pflanzenstoffe in der Warteschleife

Rechtliche Unsicherheit besteht vor allem bei Aussagen zu Pflanzenstoffen, wie sie auch in den meisten Produkten enthalten sind. Eine Prüfung dieser sogenannten „Botanicals“ hat die EFSA derzeit aus methodischen Gründen offiziell zurückgestellt.

Vor diesem Hintergrund ist es für Hersteller von Nahrungsergänzungsmitteln nicht einfach, ihre Kunden umfassend über ihre Produkte zu informieren. Wenn einzelne Inhaltsstoffe nicht näher beschrieben werden, bedeutet dies nicht, dass diese keine erwähnenswerten Eigenschaften hätten. Es bedeutet zunächst nur, dass für sie kein von der EU-Kommission genehmigter Health Claim vorliegt.

Dafür kann es unterschiedliche Gründe geben. Zum Beispiel, dass beantragte Health Claims noch nicht geprüft wurden. Oder, dass die EFSA vorhandene wissenschaftliche Belege nicht als ausreichend akzeptiert hat. Oder, dass finanzielle Mittel für umfangreiche wissenschaftliche Studien fehlen.

 

Vor diesem Hintergrund enthalten auch manche Produktbeschreibungen von Nahrungsergänzungsmitteln weniger Informationen, als wir Ihnen gerne geben würden. Wenn Sie mehr über die eingesetzten Naturstoffe erfahren möchten, empfehlen wir Ihnen den Besuch einer fachlich-informativen Website, etwa das Vitalstoff-Lexikon des DocMedicus Verlags. Und fragen Sie Ihren Arzt, Therapeuten oder Berater. Unabhängig davon sind wir fest von den ernährungsphysiologisch bedeutenden Eigenschaften unserer Nährstoff-Produkte überzeugt.

Kostenübernahme durch Krankenkassen

Da es sich bei Nahrungsergänzungsmitteln juristisch um Lebensmittel und nicht um verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt, sind sie grundsätzlich weder beihilfe- noch erstattungsfähig.

Gesetzliche Krankenversicherungen übernehmen die Kosten somit in der Regel nicht. Bei privaten Krankenversicherungen und Zusatzversicherungen können Ausnahmen möglich sein, sofern Nahrungsergänzungsmittel zu Heilzwecken verordnet werden.

Beratung

 

In unseren Beratungen und der Einzelberatung stellen wir keine Diagnosen. Wir weisen ausdrücklich daraufhin, dass eine ärztliche Behandlung von Hippocampus nicht ersetzt werden kann. Unsere Beratungen dienen der Aktivierung der Selbstheilungskräfte und ersetzt nicht die Diagnose oder Behandlung beim Arzt/Heilpraktiker. Eine Behandlung von einem Arzt/Heilpraktiker sollte auf keinen Fall abgebrochen werden. Wir werden keine Heilversprechen abgeben.

 

Heilung kann der erfahren, der sich ihr öffnet. Hippocampus steht als Berater zur Verfügung. Unser Wissensschatz besteht aus Erfahrungen, unzähligen Studien, Weiterbildungen und Seminaren.